Attraktivitätssteigerung

Wir müssen den Kindern, Jugendlichen, aber auch den Familien und älteren Menschen interessante Angebote für die Freizeit machen. Das gilt für die Mitbürger wie auch für die Gäste, die hier ihren Urlaub verbringen wollen. Für die Verwirklichung dieses Punktes ist es sinnvoll, dass sich die Vereine, kirchliche und öffentliche Einrichtungen wie Kitas und Schule stärker miteinander vernetzen, um noch besser kooperieren zu können. Es gibt bereits eine Reihe von guten Angeboten – aber sind sie allen bekannt? Und wie können neue Ideen eingebracht und umgesetzt werden? Es muss eine Anlaufstelle geschaffen werden, die die Angebote sammelt, weiterleitet und Hilfe bei der Umsetzung gibt.

Für diese „Arbeit“ brauchen wir Freiwillige und Ehrenamtliche, die bereit sind sich einzusetzen. Wir merken aber in allen Bereichen – in Vereinen, im kirchlichen Bereich ebenso wie in der Politik , dass diese Personen immer weniger werden. Daher muss die Ehrenamtstätigkeit honoriert und seitens aller, auch der Verwaltung, geachtet werden. Eine Unterstützung der verschiedenen Aktionen der Vereine muss selbstverständlich sein.

Die Leistungen der freiwilligen Feuerwehr müssen weiterhin seitens Rat und Verwaltung gewürdigt werden. Die Aufstellung eines neuen Brandschutzbedarfsplanes ist dabei ebenso unerlässlich wie die Bereitstellung der entsprechenden Ausrüstung für unsere Feuerwehrfrauen und -männer und die Instandhaltung der Feuerwachen in den Ortsteilen.

Leerstehende Gebäude sollten – soweit möglich – erfasst werden. Den Eigentümern kann dann bei Bedarf Hilfestellung hinsichtlich eventueller Fördermöglichkeiten bei der Sanierung gegeben werden.

Die Gemeinde muss Flächen für Gewerbe ausweisen, um für die Menschen vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen bzw. zu erhalten. Die Infrastruktur muss entsprechend angepasst werden.

Dazu gehört auch der Ausbau des digitalen Netzes. Ein Ort, in dem man heute weder über das Festnetz noch über Funk eine schnelle Datenverbindung bekommt, ist schon fast ein „toter“ Ort. Dort kann kein Betrieb existieren und auch Privatpersonen werden, wenn Abwanderungsgedanken – oder auch Zuzugsgedanken – auftauchen, diesen Punkt in ihre Überlegungen mit einfließen lassen. Darum sollte man schauen, was der Ausbau bis jetzt gebracht hat und den notwendigen weiteren Ausbau vorantreiben.

Zur Infrastruktur zähle ich aber auch die Sicherung der hausärztlichen Versorgung. Auch unsere Ärzte werden älter und es ist absehbar, wann hier die ersten in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Hier müssen wir ihnen frühzeitig helfen, Nachfolger zu finden und diesen dann auch ein gesichertes Umfeld bieten.

In den Ortsteilen muss eine gewisse Grundversorgung zum Einkaufen gegeben sein. Es kann nicht sein, dass das Bleiben in der barrierefrei umgebauten Wohnung daran scheitert, da keine Grundversorgung vor Ort möglich ist.

Wir halten innerhalb unserer Gemeinde ein gutes Angebot an Kita- und OGS-Plätzen vor. Wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt, denn die Betreuung und Ausbildung unserer Kinder ist eine wichtige Aufgabe für unsere weitere Zukunft.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Bereich der Infrastruktur ist die Sanierung und der Ausbau des vorhandenen Straßennetzes. Unsere kommunalen Straßen und Wege sind teilweise leider nicht in einem guten Zustand. Die Karl-Heuer-Brücke wurde schon für den Verkehr gesperrt, andere Brücken und/oder Straßen könnten folgen. Die Brücke Mühlenstraße über den Hillbach z.B. hat schon gewisse optische Mängel. Hier müssen wir dringend schauen, dass wir diese Verkehrswege wieder in einen guten und damit sicheren Zustand bekommen. Für den zeitlichen Ablauf könnte dabei das von der SPD schon Anfang 2018 eingeforderte Straßenkataster hilfreich sein, eventuell um ein Brückenkataster erweitert. Durch dieses Straßenkataster muss geklärt werden, welche Arbeiten in Kürze ausgeführt werden müssen. Es geht hier nicht darum Bürgerinnen und Bürger mit Kosten zu belasten, sondern frühzeitig informieren und planen zu können. Leider wurden im letzten Jahr die Anliegerbeiträge zum Straßenbau, durch die derzeitige Landesregierung, in NRW nicht abgeschafft.

Die Anzahl der E-Ladesäulen muss deutlich erhöht werden. An allen öffentlichen Gebäuden kann dies möglich gemacht werden. Auch der Parkplatz an der Stallscheune muss dabei in die Planungen aufgenommen werden.

Der ÖPNV muss verbessert werden, einerseits in den Liniennetzen, andererseits in der Taktung. Beides wird nur in Zusammenarbeit mit dem Kreis gehen. Und was ganz wichtig ist, es muss über den Kreis, das Land und den Bund versucht werden, die Kosten für die Fahrten wesentlich herabzusetzen. Mehr Menschen auf dem Rad oder im ÖPNV bedeuten weniger Autos auf der Straße, somit weniger CO2-Ausstoß. Auch die Reaktivierung der Begatalbahn, in welcher Form auch immer, sollte nicht ausgeschlossen werden. Die Kosten für die Gemeinde müssen dabei aber vertretbar sein. Interessant ist sicherlich auch die Einsetzung eines Schnellbusses von Lemgo bis Bad Pyrmont.